Jugendsprache, Begriffe die man unbedingt kennen sollte

Jugendsprache, Begriffe die man unbedingt kennen sollte

Die Jugendsprache ist den meisten erwachsenen Generationen ein echtes Rätsel. Da ist von „Blödföhnen“ die Rede und besonders billige Dinge sind jetzt „aldig“. Da kann es schnell vorkommen, dass sich die Generationen untereinander nicht mehr verständigen können. Um dem entgegenzuwirken und einen Austausch zwischen Jugendlichen und Erwachsenen wieder zu ermöglichen, gibt es hier einige der wichtigsten Begriffe aus der Jugendsprache.

Adjektive beschreiben Dinge

Der Begriff „aldig“ beschreibt Dinge, die sehr billig sind. Abgeleitet wurde dieses Wort von der bekannten Discounterkette Aldi. Wenn sich die Jugendlichen gegenseitig als „abgeaxt“ bezeichnen, dann ist das nicht etwa ein Schimpfwort. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Bedeutung: erschöpft sein, kaputt sein. Das Substantiv wird dabei zu einer Tätigkeit deklariert. Es gibt also auch das Verb „axen“. Ist die Erschöpftheit überwunden, kann am Wochenende wieder ordentlich „gewackt“ werden. Das Wort hat eine ganz simple Bedeutung, denn damit meinen die Jugendlichen bloß, dass sie feiern gehen. Wurde aber zu viel gefeiert, hat das böse Auswirkungen. Man ist vom ganzen Alkoholkonsum so richtig „schlumpf“. Was das bedeutet, kann sich der ein oder andere vielleicht schon denken. Damit ist das Adjektiv „blau“ – im Sinne von betrunken – gemeint. Mag einer aus dem Freundeskreis trotz allem nicht mit auf die Party gehen, verneint er das mit dem Ausdruck „auf keinsten“.

Neue Substantivwortschöpfungen

Auch hinsichtlich der Substantive gibt es eine Menge neuer Wörter. Nicht die feine Art ist der Begriff „Puddingpanzer“, der eine sehr dicke Person beschreibt. Ebenfalls zweifelhaft ist das Wort „Analhusten“, womit ein Furz gemeint ist. Die Jugendlichen halten sich sprachlich sehr oft in den Bereichen zwischen Beschimpfungen und Angeberei auf. Das den Wortneuschöpfungen deutlich anzumerken. Doch auch bekannte Wörter werden benutzt, allerdings in einer abgewandelten Bedeutung. So beschreibt das Wort „Radierer“ nicht etwa das Werkzeug zum Entfernen von Bleistiftspuren, sondern die Pille danach, welche einen ähnlichen Effekt hat.

Grenzenlose Kreativität

Die Jugend zeichnet sich durch ihre unbändige Gedankenfreiheit aus. Sie sind Meister der neuen Worterfindungen und nehmen dabei auch kein Blatt vor den Mund. Doch nicht immer muss hinter den obszönen Begrifflichkeiten eine negative Bedeutung stecken. Manchmal lohnt es sich doch, tiefer in die Materie zu schauen. Lust auf mehr? Dann empfehlen wir das Lexikon der Jugendsprache

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